Sperrgrund/Holz-Isoliergrund – Wann sollte dieser angewendet werden?

Vielleicht habt ihr folgenden Fall auch schon einmal erlebt: Ihr streicht euer Möbelstück in einem hellen Farbton und beim Trocknungsvorgang kommen plötzlich gelbliche Verfärbungen zum Vorschein. Frustriert beginnt nun der Kampf gegen Windmühlen – es folgt ein 2. Anstrich und ein 3. Anstrich und so recht will die gelbliche Verfärbung nicht weggehen.


Gewisse Holzarten können „ausbluten“. Was heisst das genau – Beim Anstrich mit Farbe gelangen vorhandene Inhaltsstoffe im Holz an die Oberfläche und reagieren. Man spricht in dem Zusammenhang auch oft vom Austreten der Gerbsäure.


Auf die Frage, woran ich im Vorwege erkenne, ob ein „ausbluten“ auftreten kann, gibt es leider keine genaue Garantie. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass dunkle Harthölzer wie Eiche, Nussbaum, Mahagoni und Tropenhölzer eher dazu neigen.


Ich empfehle also immer einen Testanstrich. Das Gute ist, selbst wenn ihr dann feststellen solltet, dass es zum Ausbluten kommt, könnt ihr nach dem ersten Anstrich mit Kreidefarbe immer noch nachträglich einen Sperrgrund auftragen (achtet hier unbedingt auf die Trocknungszeiten der Hersteller).


Ich habe gute Erfahrungen mit dem Sperrgrund der Firma Lignocolor gemacht. Den gibt es in transparent und weiss. Ich bin dazu übergegangen, den weissen Sperrgrund zu nutzen. Man sieht einfach besser, an welchen Stellen man bereits den Sperrgrund aufgetragen hat.

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