Antike Möbel streichen – ein No Go? Und was bedeutet eigentlich antik?

Aktualisiert: 4. Apr.

Im Internet, speziell in Foren oder Facebook-Gruppen, taucht immer wieder die Diskussion auf, ob man vermeintlich antike Möbel streichen darf oder nicht und wie es dann nach dem Anpinseln um den Wert des Möbelstückes steht.


Kommentare zum Streichen antiker Möbel

Es streiten sich die Geister und so entstehen im Netz immer wieder hitzige Diskussionen und nicht ganz so freundliche Kommentare, wenn jemand sein neues, altes Möbelstück präsentiert.

Aber bevor wir darauf näher eingehen, lass uns doch erstmal klären, was „antik“ eigentlich bedeutet und ab wann ein Möbelstück wirklich „antik“ ist. Oft wird dieses Adjektiv an falscher Stelle benutzt (immer wieder gern gesehen bei Artikelbeschreibungen auf ebay Kleinanzeigen & Co.).


Laut Duden definiert sich der Begriff „antik“ wie folgt: „das klassische Altertum, die Antike betreffend; aus dem klassischen Altertum stammend; aus einer vergangenen Epoche stammend bzw. in deren Stil gemacht (von Sachen, besonders von Einrichtungsgegenständen)“


Speziell für Möbel gibt es in der DIN 68871 „Möbel-Bezeichnungen“ eine Begriffs-Definition: „Möbel, das mindestens 100 Jahre alt ist und nachträglich durch eine Restaurierung nicht wesentlich verändert wurde, so dass der kunsthistorische Wert weitgehend erhalten bleibt.“

Nachdem wir die Definition nun geklärt haben, zurück zur Ausgangsfrage: Wir sind der Meinung, es obliegt jedem selbst, ein antikes Möbelstück zu streichen. Vielleicht handelt es sich um ein Erbstück mit dem Erinnerungen verbunden sind, aber das gute Stück passt einfach nicht zum eigenen Einrichtungsstil. Bevor es also nun weitere Jahre ungenutzt auf dem Dachboden oder im Keller einstaubt, warum dem Möbelstück nicht ein neues Leben einhauchen, so dass es noch viele weitere Jahre genutzt wird und man sich jeden Tag daran erfreut.


Am Ende zählt doch nur, welchen emotionalen,

nicht monetären Wert das Möbelstück für dich hat.


Und an alle, die sich darüber im Netz mal wieder negativ auslassen:

„Hast Du nichts Gutes zu sagen, sage lieber gar nichts!“



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